Margaret Atwood: Der Report der Magd

Wieder mal hat mich ein Klassiker gepackt, dieser hier aus der feministischen Literaturecke der Achtziger, verfilmt von Schlöndorff unter dem Titel „Die Geschichte der Dienerin“, aktuell noch mal neu als Serie aufgerollt unter dem Originaltitel „The Handmaid’s Tale“ (Artikel in der ZEIT vom 11.5.2017).

Die Geschichte erzählt von einer amerikanischen Stadt oder einem Teilstaat in der Mitte des 21. Jahrhunderts, in dem durch verschiedene Katastrophen, politische, umwelttechnische, kriegerische Ausblutungen der Erde und des Menschen dazu geführt haben, dass der höchste Wert die Fruchtbarkeit der Frau ist, denn die meisten Männer und Frauen sind steril geworden. Die Schizophrenie von Anbetung und Macht führt aber auch hier zu einem eklatanten Missverhältnis. Anstatt dieses Kostbarste, diese fruchtbaren Frauen in Ehren zu halten, werden sie versklavt und als Mägde unter den Kommandanten zum Austragen derer Leibesfrucht missbraucht. Diese Mägde verlieren ihre eigene Identität und bekommen den Namen des Mannes mit einem besitzanzeigen Fürwort: die Frau von Fred ist Offred. Aber nicht einmal dieser Name gehört ihr. Wenn eines Tages Offred verschwindet, weil ihre Maskerade der gläubigen Unterwürfigkeit einen Riss bekommen hat, steht an ihrer Stelle am nächsten Tag eine neue Offred. Ausgebildet werden sie dafür von den sogenannten Tanten, auch hier nach dem Motto: gib einigen Privilegierten ein wenig Macht über andere. Und dabei ist alles so offensichtlich.

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