Niah Finnik: Fuchstteufelsstill

Schon beim Aufschreiben von Name und Titel kennzeichnet das Programm jedes Wort rot, was so viel heißt wie: „Fehler“ oder „nicht im gespeicherten Wortschatz vorhanden“. Und so liest sich das ganze Buch: die außergewöhnliche Perspektive einer Autistin, die nach einem Suizidversuch in einer Klinik Freundschaften schließt und die ständige Kollision ihrer Wahrnehmung mit der „gewöhnlichen“ Interpretation von Welt, öffnet Fenster und Türen in bisher ungekannte Gedankenkonstrukte. Wenn man hier damit anfangen möchte, außergewöhnliche Stellen zu markieren, kommt man nicht zum Lesen. Das Buch ist voller Gedankenverknüpfungen, die „nicht im gespeicherten Wortschatz vorhanden“ sind. Und trotzdem werden sie auf eine Art und Weise transportiert, dass der Leser, die Leserin sehr schnell und leicht ein Verständnis für die Figuren empfindet und in ihrer Infragestellung der „gewöhnlichen“ Welt mit ihnen sympathisiert.

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